Subjekt, Prädikat und Objekt in der Grammatik der Software

Entsprechend der Struktur von natürlichen Sprachen besteht die Wirklichkeit aus Subjekten, Prädikaten und Objekten. Basierend auf diesen Elementen wird die Wirklichkeit beschrieben. Diese Struktur wird bei der menschlichen Kommunikation ob schriftlich oder mündlich laufend verwendet und ist den Menschen vertraut. Es stellt sich nun die Frage warum in formalen Sprachen zur Beschreibung von Modellen der Wirklichkeit wie z.B. Geschäftsprozessen oder Programmen nicht Subjekt, Prädikat und Objekt verwendet werden und ob damit nicht die Kommunikationslücke zwischen Fachbereichen und IT-Bereichen verkleinert werden kann. In dieser Abhandlung wird zunächst untersucht wie sich Subjekt, Prädikat und Objekt in formalen Sprachen zur Beschreibung von Modellen der Wirklichkeit einschließlich Programmiersprachen wiederfinden und zu welchen Verständnisproblemen und Beschreibungslücken es führt, wenn eines oder mehrere dieser Basiselemente fehlen. Danach wird eine formale Methode zur Beschreibung von Modellen wie Geschäftsprozessen vorgestellt mit der sich vollständige Sätze im Sinne von natürlichen Sprachen bilden lassen. Diese Sprache PASS (Parallel Activity Specification Schema) enthält Subjekt, Prädikat und Objekt. Die Erfahrung zeigt, dass diese Modellbeschreibungssprache für nicht IT-Personen verständlicher ist und schneller verwendet werden kann als andere gängige formale Sprachen. Modelle dieser Sprache können auch ohne Programmierung automatisch in ausführbare Programme umgesetzt werden. Am Ende wird gezeigt, dass die Hauptebenen der Service Orientierten Architektur (SOA) den Elementen der Standardsatzsemantik entsprechen. Der Benutzerzugang entspricht dem Subjekt, die Services den Prädikaten und die jeweiligen Daten den Objekten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Allgemeines zu Modellbeschreibungen und Programmen
  3. Das Prädikat oder die Handlung
    1. Flussdiagramme
    2. Ereignisgesteuerte Prozessketten
    3. Petrinetze
  4. Das Objekt, oder das Ziel der Handlung
    1. Entity-Relationship-Modell
    2. Relationales Datenmodell
  5. Prädikat und Objekt, oder die Handlung und das Ziel der Handlung
    1. Datenflussdiagramm
(Kompletter Text nur für Netzwerk-Mitglieder)

Veröffentlicht von Albert Fleischmann bei BPM-Netzwerk.de am 11. November 2007

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