Prozessintegration als Erfolgsfaktor von Business Process Management

Die Integration der betriebswirtschaftlichen Abläufe in die existierende IT-Infrastruktur ist zugleich eine große Herausforderung sowie ein wichtiger Erfolgsfaktor des Business Process Managements. Mit Hilfe von Software-Tools können zwischen Fach- und IT-Abteilung entstehenden Interessenkonflikte bewältigt und die Zusammenarbeit verbessert werden. Michael Leuschner beschreibt in diesem Artikel jene Services, welche Prozess-Integrationslösungen seiner Auffassung nach idealerweise vereinen sollten.

Tipp: Praxiskurs BPMN & andere BPM-Seminare

Die Business Process Modeling Notation (BPMN) gewinnt in rasantem Tempo an Verbreitung. Die eigentliche Stärke dieser Notation, nämlich ihre Mächtigkeit zur präzisen Prozessbeschreibung, ist für Einsteiger jedoch häufig verwirrend. Dieses Seminar vermittelt sowohl die Grundlagen als auch Best Practice - Ansätze, um spezifikationskonform zu modellieren und gleichzeitig die Potentiale von BPMN voll auszuschöpfen. Mehr Infos

Denken in horizontalen Geschäftsprozessen und flexible Anpassung an neue Erfordernisse sind Herausforderungen, denen Unternehmen heutzutage gegenüberstehen. Nicht nur interne Prozesse und Strukturen gilt es, effizienter zu gestalten, sondern auch mit den vor- und nachgelagerten Wertschöpfungspartnern effektiver zu agieren. Unternehmen sind gefordert, neue Prozesse entlang komplexer Wertschöpfungsnetzwerke zu modellieren und die Mehrzahl der Lieferanten und Kunden in das flexible Konzept einer Multi-Enterprise-Strategie zu integrieren.

Business Process Management (BPM) kann nur dann erfolgreich sein, wenn es gleichzeitig als Kombination aus Konzept/Philosophie und Technologie verstanden wird. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von BPM ist die einfache Prozessintegration der betriebswirtschaftlichen Abläufe in die existierende IT-Infrastruktur. Hierzu gehört in erster Linie, die abteilungs- und unternehmensübergreifenden Prozesse zu überprüfen, neue Sollprozesse aufzusetzen, diese zu etablieren und permanent zu verbessern.

Prozess-Integration im neueren Sinne ist kein einfaches Gebiet, denn sie operiert direkt an der Schnittstelle zwischen Fachabteilungen und IT. Oft gibt es Zielkonflikte, die die Zusammenarbeit erschweren: Die Fachabteilung möchte neue Prozesse modellieren, individuell anpassen und schnell modifizieren können. Die IT wiederum verfolgt stabile, performante, nachvollziehbare und sichere Abläufe. Genau an diesem Punkt scheitern viele Projekte: Die „harten“ Hürden ergeben sich, sobald die neu definierten Prozesse in IT-gestützte Abläufe überführt werden sollen. Organisatorische oder kulturelle Widerstände sowie fehlende Kompetenz und Überzeugung auf breiter Ebene kommen als „weiche“ Faktoren dazu.

Die Zusammenarbeit wird erheblich einfacher, wenn die IT ebenfalls in Prozessen denkt und entsprechende Tools einsetzt. Aus diesem Grund haben viele Integrationsanbieter in der Vergangenheit ihre Software um BPM-Komponenten erweitert. Darüber hinaus kombinieren Prozess-Integrationslösungen Konzepte und Funktionalitäten aus EAI, BAM, SOA und B2B. Idealerweise vereinen Prozess-Integrationslösungen sowohl Prozess-Services, Integrations-Services, Visibility-Services als auch Security Services.

Prozess-Integrationslösung
Klicken zum Vergrößern
Prozess-Integrationslösung

Prozess-Services

Mit einer grafischen Prozess-Modellierung lassen sich betriebswirtschaftliche Abläufe in technische Prozesse überführen. Der Informationsfluss kann regelbasierend gesteuert werden (content based routing). Die Technologie zur Parametrisierung beruht meistens auf dem Standard xPath. Eine Business Process Engine wandelt d

(Kompletter Text nur für Netzwerk-Mitglieder)

Veröffentlicht von Michael Leuschner bei BPM-Netzwerk.de am 29. Juni 2006

(c) copyright 2007 BPM-Guide.de - Mon Oct 20 14:10:45 CEST 2008