Business Process Management - Standardlösungen für den Mittelstand

Dieses Interview behandelt die Gestaltung von Portallösungen als Integrationsplattform für Arbeitabläufe im Mittelstand. Es wurde im Rahmen der Conex-Veranstaltung "Forum Geschäftsprozesse 2006" in Wien geführt.

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Herr Schellhaas, inwieweit betrifft das Thema BPM mit seinen Chancen und Risiken Ihrer Ansicht nach den Mittelstand?

Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Prozesse gehört für international operierende Mittelständler zum Unternehmensalltag, d.h. sie sind damit konfrontiert, sowohl die bestehenden deutschen als auch die internationalen (insbesondere US) Gesetze und Standards zu erfüllen und zu befolgen. Diese Compliance-Erfordernisse entstehen nicht nur durch die Regulierungen selbst, sondern auch durch mögliche Anforderungen von nationalen und internationalen Kunden und Lieferanten. Besonders betroffen davon sind Unternehmen der Pharma-, LifeSciences- und Medizintechnik-Branche, die die lückenlose Nachvollziehbarkeit der Entwicklung und Fertigung ihrer Produkte sicherstellen müssen. Dies ist ein entscheidender Grund, dass der Mittelstand an dem BPM Hype nicht vorbeikommt.

Welche Lösungen sind für den Mittelstand sinnvoll und kostengünstig machbar?

Die Kernidee IT-gestützter Prozesse ist, dem Nutzer alle Informationen, die er für seine tägliche Arbeit benötigt, über eine individuell zu konfigurierende Bildschirmoberfläche bereitzustellen - unabhängig davon, in welcher Anwendung diese Informationen vorgehalten werden. Diese Portallösungen - gleich welchen Typs - bilden damit eine Integrationsplattform für Prozesse mit folgenden Eigenschaften:
  • Aggregation von Inhalten
  • Personalisierung von Informationen
  • Integration von Anwendungen
  • Standardisierung (einheitliches ?Look&Feel?)
Realisiert auf Basis von Standard-Produkten, wie z.B. Microsoft SharePoint Portal Server, lässt sich ein hervorragendes Kosten/Nutzen-Verhältnis für den Einsatz im Mittelstand erzielen. Voraussetzung ist, dass vor der Einführung von Portalen gemeinsam mit den künftigen Nutzern eine hinreichende Definition der zu unterstützenden Prozesse und Schnittstellen erfolgen muss.

Was sind die Herausforderungen im Mittelstand - an einem konkreten Beispiel?

PhytoLab, ein Unternehmen der Martin Bauer-Holding - unabhängiges Fullservice-Laboratorium für pflanzliche Produkte und eines der führenden Laboratorien Europas - ist ein gutes Beispiel. Die Herausforderung
(Kompletter Text nur für Netzwerk-Mitglieder)

Veröffentlicht von Holger Schellhaas bei BPM-Netzwerk.de am 05. Juni 2006

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