Geschäftsprozessmanagement: Service Orientiert mittels Kontrollflussmodell

In dieser Kurzeinführung stellen die Autoren Eppich und Steffen das sog. Kontrollfussmodell vor, mit dessen Hilfe sich funktionale Aufbauorganisationen in service-orientierte Ablauforganisationen überführen lassen.

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Werden Geschäftsprozesse durchgängig als Kontrollfluss der Verantwortung zur Steuerung von Aufgaben und Service-Level-Vereinbarungen zwischen Organisationseinheiten, Rollen und IT-Systemen in einer einzigen Darstellung modelliert, kann die funktionale Aufbauorganisation in eine service-orientierte Ablauforganisation überführt werden.

Abbildung 1 Fünf Dimensionen des 5D-Kontrollflussmodells
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Abbildung 1 Fünf Dimensionen des 5D-Kontrollflussmodells
Diesen Anspruch erfüllt das von AMADEE entwickelte 5D-Kontrollflussmodell. Mit diesem Modell ist es sowohl möglich, den Grad der Serviceorientierung einer bestehenden Organisation festzustellen (Ist-Modellierung) als auch Geschäftsprozesse zu optimieren und im Idealfall zu automatisieren (Soll-Modellierung). ?5D? steht für die fünf Dimensionen Organisation, Rollen, Verantwortlichkeiten, Service-Level-Agreements und Applikationen/Services Integration (vgl. Abbildung 1).

Tabelle 1 zeigt auf, welche Fragestellungen in welcher Dimension relevant sind und welche potenziellen Schwachstellen eines Prozesses (ggf. bereits aus der Übertragung vorhandener Prozessmodellierungen in das Kontrollflussmodell) aufgedeckt werden können.

DimensionFragestellungenMögliche Schwachstellen
Organisation
  • Welche organisatorischen Einheiten treten als Service-Nehmer und -Geber auf?
  • Große Anzahl organisatorischer Schnittstellen
  • Organisationseinheiten verstehen sich nicht als Service-Geber
Rollen
  • Welcher Service wird von wem angeboten?
  • Welche Aktivitäten werden im Rahmen eines Services durchgeführt?
  • Welche Sub-Services werden in Anspruch genommen?
  • Große Anzahl von Rollen (=ineffizienter Einsatz personeller Ressourcen)
  • ?Deadlocks? (d.h.: Rolle A wartet auf Service von Rolle B und Rolle B wartet wiederum auf Service von Rolle A)
  • Doppelerfassungen und redundante Aktivitäten
Verantwortlichkeiten
  • Wird das Ergebnis an den (direkten) Auftraggeber zurückgegeben?
  • Wie wird die Einhaltung der SLAs überprüft?
  • Wie und wann wird eskaliert?
(Kompletter Text nur für Netzwerk-Mitglieder)

Veröffentlicht von Hans-Cristian Eppich , Dr. Thomas Steffen bei BPM-Netzwerk.de am 06. Mai 2006

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