Mit BPEL in eine neue Entwicklungs-Ära

Die Business Process Execution Language (BPEL) erlaubt es, Geschäftsprozess-Management auf IT-Ebene durchzusetzen. Voraussetzung ist ein mutiger Umbau der Organisation zugunsten besserer Workflows.

Tipp: Praxiskurs BPMN & andere BPM-Seminare

Die Business Process Modeling Notation (BPMN) gewinnt in rasantem Tempo an Verbreitung. Die eigentliche Stärke dieser Notation, nämlich ihre Mächtigkeit zur präzisen Prozessbeschreibung, ist für Einsteiger jedoch häufig verwirrend. Dieses Seminar vermittelt sowohl die Grundlagen als auch Best Practice - Ansätze, um spezifikationskonform zu modellieren und gleichzeitig die Potentiale von BPMN voll auszuschöpfen. Mehr Infos

Moderne Anforderungen an Workflow, Transparenz und Kundenservice können auf Basis der traditionellen Großrechner-Datenhaltung nicht mehr erfüllt werden. Deswegen sind zahlreiche Unternehmen ? ein Vorreiter waren hier die Banken ? aus der Mainframe- in die Client-Server- beziehungsweise die Internet-Welt gewechselt und haben ihre Großrechner zugunsten von Server-Parks aufgegeben.
Die unterschiedlichen Ebenen des Designs: vom Geschäftsprozess bis ins Detail der jeweiligen Klasse.
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Die unterschiedlichen Ebenen des Designs: vom Geschäftsprozess bis ins Detail der jeweiligen Klasse.
Große Unternehmen müssen schnell und flexibel auf Input von außen reagieren. Dabei kann es sich um Serviceanfragen, Verkaufszahlen, neue Gesetze und Ähnliches handeln. Außerdem konzentrieren sich zahlreiche Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen und lagern Dienstleistungen aus, kaufen Vorprodukte hinzu etc. Dieser Trend, auch als vertikale Desintegration bezeichnet, zwingt Firmen dazu, ihre Wertschöpfungsketten auf das Outsourcing von ganzen Prozessschritten auszurichten.
Für die Softwareentwicklung bedeutet das: Sie muss Veränderungen kurzfristig abbilden und externe Elemente flexibel integrieren können. Große proprietäre Lösungen können dies heute kaum mehr leisten, ebenso wenig einzelne Softwareentwickler oder arbeitsteilige Ketten von Programmierern. Der Weg in die Zukunft ist deshalb klar vorgezeichnet: Möglichst viele Prozesse müssen automatisiert werden.
Die IT-Architektur eines Unternehmens muss der Motor dieser Entwicklung sein. Unternehmen, die sich dem Workflow-Gedanken verschreiben und ihre IT bereits in Services organisieren, sind auf dem richtigen Weg, Business Process Management (BPM) Realität werden zu lassen. Wer noch nicht reagiert hat, ist dringend gefordert, jetzt in seine Infrastruktur zu investieren. Mit BPEL (Business Process Execution Language, siehe unten) zeichnet sich ein großer informationstechnischer Sprung ab.

Arbeitsabläufe in IT abbilden

BPEL ermöglicht Geschäftsprozess-Management. Arbeitsabläufe in Unternehmen können schnell und kostengünstig in IT abgebildet werden. Insbesondere Veränderungen von Arbeitsprozessen lassen sich problemlos in der IT-Struktur nachvollziehen. Die Standardisierungsorganisation Oasis (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) wird im ersten Halbjahr 2006 die BPEL-Version 2.0 veröffentlichen. Ab dann wird BPEL der von allen großen Softwareanbietern unterstützte Standard im Bereich BPM sein.
Vorläufige Funktionen aus BPEL 1.1 und 2.0 stecken bereits in Produkten wie dem ?BPEL Process Manager? von Oracle oder IBMs ?Websphere Process Server?. Oracle baut beispielsweise auf einem Produkt des Unternehmens Collaxa auf und besteht aus einem Designer, einer Process Engine und einer Monitoring-Komponente. Das Produkt ist auf fast allen kommerziellen und Open-Source-Applikations-Servern einsetzbar; so kann es beispielsweise in den Oracle-10g-Applikations-Server, Bea Weblogic oder auch Jboss integriert werden.

Geringere Marktdurchdringung

BPEL ist also herstellerunabhängig. Deswegen hat diese Sprache auch gute Chancen, sich in diesem Bereich als Standard am Markt durchzusetzen. Anwendungen mit BPEL fehlte in Deutschland bislang noch die Marktdurchdringung. Doch das ändert sich gerade. Das Thema ist aus der Theorie in der Praxis angekommen.
Ein näherer Blick auf die BPEL-Welt von Oracle ermöglicht einen ersten Eindruck des komplexen Hintergrunds: Technisch ausgedrückt ist BPEL eine normierte XML-Sprache für die Ablaufumgebungen (Process Engines), die in der Lage sind, BPEL-Files als Steuerungsinformati
(Kompletter Text nur für Netzwerk-Mitglieder)

Veröffentlicht von Dipl.-Ing. Torsten Winterberg , Rolf Scheuch bei BPM-Netzwerk.de am 16. März 2006

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