Workflow-Management

Workflow-Management-Systeme übernehmen zunehmend eine aktive Rolle in der Planung, Steuerung und Analyse von Geschäftsprozessen. Der Beitrag erläutert ausgewählte Grundbegriffe und Zusammenhänge sowie eine herstellerneutrale Rahmenarchitektur für Client/Server-basierte Workflow-Management-Systeme.

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1 Ziele des Workflow-Managements

Die Ziele des Workflow-Managements lassen sich aus dem Hauptziel der operativen Prozeßunterstützung ableiten: Verbesserung der Kundenzufriedenheit, Qualität und Prozesstransparenz, Verkürzung von Durchlaufzeiten und Kostenreduktion, Rasche Anpassung an organisatorische Veränderungen und einheitliche Benutzeroberflächen.
  • Verbesserung der Kundenzufriedenheit
    Dieses Ziel wird durch eine höhere Auskunftsfähigkeit gegenüber dem Kunden angestrebt, da Workflow-Management-Systeme jederzeit über den Status von laufenden Vorgängen Informationen liefern können.

  • Verbesserung von Qualität und Transparenz der Geschäftsprozesse
    Durch die Automatisierung der Geschäftsprozesse wird eine Reduktion von Bearbeitungsfehlern angestrebt. Der laufende Abgleich von Sollprozessen mit den tatsächlichen Ergebnissen schafft die Grundlage für eine erhöhte Prozessqualität durch hieraus initiierte Anpassungsprozesse.

  • Verkürzung von Durchlaufzeiten und Reduktion von Prozesskosten
    Die Werkzeuge und Instrumente des Workflow-Managements erlauben die Parallelisierung von einzelnen Aktivitäten und vollständigen Prozessschritten unter Ausnutzung frei verfügbarer Ressourcen durch eine dynamische Zuordnung von Personal- und Computer-Ressourcen zu auszuführenden Geschäftsprozessen.

  • Schnellere Anpassung der Geschäftsprozesse an organisatorische Änderungen
    Da Geschäftsprozesse im Rahmen des Workflow-Managements auf der Basis anpassbarer Workflowmodelle unterstützt werden, besteht die Möglichkeit zur Adaption der Workflow-Modelle an Veränderungen im organisatorischen Umfeld (z. B. Veränderung der Abteilungsstruktur, Schaffung neuer Stellen).

  • Schaffung von einheitlichen Benutzeroberflächen
    Workflow-Management-Systeme stellen dem Anwender eine für den gesamten Geschäftsprozess einheitliche Benutzeroberfläche zur Verfügung und rufen die im Rahmen der Aufgabenausführung jeweils erforderlichen Programme auf. Hierdurch entsteht für den Anwender der Eindruck einer ganzheitlichen Computerlösung.

2 Grundlegende Begriffe

Abbildung 1: Workflow Life-Cycle-Modell.
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Abbildung 1: Workflow Life-Cycle-Modell.
Geschäftsprozess und Workflow sind zentrale Begriffe im Zusammenhang des Workflow-Managements, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie Prozesse in Unternehmen beschreiben. Sie unterscheiden sich jedoch im Wesentlichen durch ihren Detaillierungsgrad.

2.1 Geschäftsprozesse

Unter dem Geschäftsprozess wird die zeitlich logische Abfolge betriebswirtschaftlicher Aufgaben verstanden, die i. d. R. arbeitsteilig von mehreren Personen ausgeführt werden. Geschäftsprozesse haben eine betriebswirtschaftlich-strategische Gesamtsicht auf den Prozess, sie beschreiben ?was? zu tun ist. Geschäftsprozesse werden im Rahmen des Business Reengineering modelliert und lassen sich mehrfach in Geschäftsprozessschritte untergliedern. Beispiele für Geschäftsprozesse sind die Auftragsabwicklung, die in mehrere Schritte zerfällt, wie z. B. die Auftragsprüfung.

2.2 Workflow

Ein Workflow dagegen ist eine Verfeinerung des Geschäftsprozesses bis auf die organisatorisch-DV-technische Ebene.
Abbildung 2: Funktionen eines WFMS.
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Abbildung 2: Funktionen eines WFMS.
Der Workflow beschreibt ?wie? und mit welchen Mitteln? der Geschäftsprozess auszuführen ist. Die Modellierung von Workflows erreicht einen Detaillierungsgrad, der es erlaubt den zugrundeliegenden Geschäftsprozess auf Basis des Workflowmodells mit einen Workflow-Management-System auszuführen. Je nach dem Strukturierungsgrad der Arbeitsabläufe lassen sich Workflows in den Allgemeinen Workflow, den Fallbezogenen W
(Kompletter Text nur für Netzwerk-Mitglieder)

Veröffentlicht von Prof. Dr. Andreas Gadatsch bei BPM-Netzwerk.de am 04. Mai 2005

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