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Activiti ins eigene Produkt einbetten

Embedding Activiti

Activiti GA wird diese Woche veröffentlicht, und bereits jetzt haben zahlreiche Firmen begonnen, es einzusetzen. Ein sehr interessantes „Marktsegment“ sind die Softwarehersteller selbst: Firmen die Standardsoftware für CRM, ECM oder sogar ERP-Zwecke entwickeln und eine Workflow-Funktionalität in ihre Lösungen einbauen wollen. Tatsächlich wurde Activiti ja ursprünglich von Alfresco initiiert, um das Ergebnis als Process Engine in ihre ECM-Lösung zu integrieren.

Wir glauben dass Activiti die beste Wahl ist, wenn Sie eine Process Engine in Ihr Produkt einbetten wollen. Und das sind die Gründe:

  • Es ist nicht nur Open Source, sondern Apache: Aus kaufmännischer Sicht ist Activiti die beste Wahl, weil es unter der sehr liberalen Apache Lizenz veröffentlicht wurde. Das bedeutet man kann die Engine nicht nur „kostenlos“ nutzen, sondern auch in closed source, also kommerzielle, Produkte einbetten und quasi „mitverkaufen“. Mit den meisten Open Source Lizenzen ist das nicht möglich.
  • Es ist keine Black Box, sondern ein offenes Framework: Aus technischer Sicht ist ein kommerzielles BPMS wie eine Black Box: Es funktioniert irgendwie, aber man weiß nicht wie und was man machen muss, wenn es mal nicht funktioniert. Man ist abhängig vom Support des Herstellers. Jetzt kann man argumentieren, dass das ja auch genau der Grund ist, ein kommerzielles Produkt einzusetzen: Weil man den Support bekommt und jemanden köpfen kann, wenn es ein Problem gibt. Aber dafür braucht man kein kommerzielles Produkt kaufen: Deshalb gibt es ja Firmen wie uns, die Support für Activiti anbieten 😉 Nein im Ernst, der springende Punkt ist einfach, dass Activiti eben keine Black Box ist, sondern ein offenes Framework, das *genau* das macht, was man von ihm erwartet, weil man reinschauen und verstehen kann wie es funktioniert und es problemlos in die eigene Anwendung integrieren kann – letztendlich ist es komplett in Java implementiert!
  • Man kann es mit dem Produkt lose koppeln – wenn man das *will*: Natürlich kann man Activiti mit dem eigenen Produkt integrieren, in dem man Web Services benutzt. Aber man muss das nicht tun! Wenn Ihr Produkt in Java implementiert ist, sollten Sie eine schlankere Integration ohne Overhead in Erwägung ziehen. Rufen Sie die Process Engine einfach direkt aus Ihrer Anwendung heraus über eine Methode auf, und rufen Sie Ihre Business Logik wiederum direkt aus der Process Engine heraus auf. Definieren Sie Abstraktionsschichten dort, wo sie angebracht sind, aber auch *nur dort*! Dies ist eine sehr einfache, aber auch sehr mächtige Herangehensweise, die Ihre Produktivität steigert, während sie gleichzeitig für eine saubere und flexible Architektur sorgt. Sie können die Process Engine direkt in Ihrer IDE, der Unit Testing – Umgebung etc. nutzen, und sie perfekt in Ihre gesamte Softwareentwicklungs-Infrastruktur integrieren. Ein solcher Vorteil ist mit einem Closed Source – Produkt einfach nicht realisierbar.
  • Das Rad nicht neu erfinden: Andererseits ist es wesentlich klüger, Activiti einzubetten, als selbst eine Process Engine „from scratch“ zu entwickeln. Das wäre so, wie eine eigene Datenbank oder Persistenzschicht zu entwickeln, es macht einfach keinen Sinn. Activiti basiert auf der langjährigen Erfahrung von BPM-Gurus wie Tom Baeyens und Firmen wie Alfresco, SpringSource und uns. Warum sollten Sie sich über Fragen den Kopf zerbrechen, die bereits beantwortet wurden? Sie sollten sich lieber auf die Fragen konzentrieren, die die individuellen Kernkompetenzen Ihres Unternehmens abbilden, die Alleinstellungsmerkmale Ihres Produktes. Die Process Engine gehört ganz sicher nicht dazu.
  • Von Innovation profitieren: Activiti ist nicht einfach eine weitere quelloffene Process Engine. Activiti ist anders und das Ergebnis eines neuen Verständnisses darüber, wie BPM-Projekte realisiert werden sollten. Man sieht das sehr deutlich an Activiti Cycle. Gleichzeitig integriert Activiti sehr innovative Lösungen, wie den browser-basierten Activiti Modeler, der von Signavio kommt. Ich glaube der Hauptgrund für diese Alleinstellungsmerkmale ist, dass Activiti eben nicht das Produkt einer einzelnen Firma ist, sondern ein gemeinsames Engagement zahlreicher Firmen mit wirklich smarten Leuten – sorry für diese Angeberei, aber das ist es nun mal, was ich tatsächlich glaube! Leute, die BPM wirklich lieben und die Art verbessern wollen, wie wir Prozesse verbessern – und eben nicht einfach Leute die bezahlt werden von Business-Kaspern, die gerade mal auf der BPM Hype-Welle mitschwimmen wollen. Man muss nur einen Blick auf das Team werfen um zu verstehen, was ich meine. Gleichzeitig treiben aber auch Leute Activiti, die keine Softwareentwickler sind, sondern erfahrene Geschäftsprozess-Berater, so wie ich selbst. Deshalb ist Activiti auch nicht nur das Produkt von „Techies“, sondern eben auch von „Business-Leuten“, die nicht weniger leidenschaftlich BPM praktizieren als ihre Entwickler-Kollegen. Der springende Punkt ist aber, dass auch wir „Business-Kasper“ nicht an die „IT follows Business“-Ideologie glauben, sondern wissen dass der Schlüssel zum Erfolg vielmehr in einer respektvollen Zusammenarbeit von Business und IT besteht, und nicht in der Vorherrschaft derer, die die Schecks unterzeichnen. Activiti ist das Ergebnis dieses Verständnisses.

OK, das sind die wesentlichen Gründe warum ich glaube dass Activiti die beste Wahl ist, wenn man sein Softwareprodukt BPM-tauglich machen will. Und um diese Meinung zu untermauern, möchte ich noch einen unserer Kunden zitieren, der mit dieser Integration bereits angefangen hat: Die vps ID Systeme ist seit 1992 ein erfahrener Softwarehersteller von professionellen IT Lösungen für Identitätsmanagement.

Der Workshop hat uns in unserer Entscheidung bestätigt, ein Workflow-System in unser System zu integrieren und keine Eigenimplementierung unserer integrierten Prozesse vorzunehmen. Während des Workshops haben wir einen sehr guten Einblick in BPMN 2.0 und insbesondere Activiti bekommen. Hier wurden wir auch bestärkt, dass wir mit Activiti ein leistungsfähiges Framework an die Hand bekommen und die Integration dank der Unterstützung von Camunda auch ohne größere Probleme klappen wird. Der Workshop hat unsere Erwartungen absolut erfüllt.

(Tobias Hilka, Vice President Application Software Development, vps ID Systeme GmbH)

Nun gut, dieses Zitat ist vielleicht auch ein klein wenig Werbung für unsere Activiti-Beratungsleistungen 😉 Am Donnerstag machen wir auch ein erstes Webinar zu Activiti bzw. unseren Leistungen.

Aber wie auch immer, ob Sie jetzt ein begeisterter camunda-Kunde werden oder auch nicht: Activiti wird in ein paar Tagen produktiv released, es ist neu und es ist besser, und ich bin sehr stolz dabei zu sein 🙂

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