W-Jax 09 – Unsere Folien

November 16 2009 by Jakob Freund · 3 Comments

wjax09
Jetzt ist die W-Jax auch schon wieder vorbei. Und wieder mal ein großes Lob an die Veranstalter, Jax und W-Jax sind m.E. die derzeit besten Konferenzen rund um Java. Bernd hat den BPM-Day moderiert, und wir beide haben dort jeweils einen Vortrag gehalten, deren Folien man sich jetzt anschauen kann:

  • BPM und die IT – Architekturen und Use Cases (Zu den Folien): BPEL ist tot und mit ihr auch gleich SOA und BPM! Mit solchen Meinungen werden wir heute schon konfrontiert. Leider fehlt der Debatte eine differenzierte Betrachtung der Dinge. Aus dem Nähkästchen der Projekterfahrung möchte ich daher verschiedene Use Cases und Architekturen im BPM-Umfeld skizzieren und Empfehlungen geben, was eben doch funktioniert. Aber Vorsicht: Enthält persönliche Meinung!
  • BPMN 2.0 – Wird BPEL noch gebraucht? (Zu den Folien): BPMN 2.0 soll zur direkten Ausführbarkeit grafischer Prozessmodelle führen, was Standards wie BPEL überflüssig machen würde. Doch funktioniert das wirklich? Dieser Vortrag stellt die neue Version vor und beleuchtet ihre Tauglichkeit für die technische Prozessumsetzung sowie ein verbessertes Business IT Alignment. Er basiert auf den umfangreichen BPM-Praxiserfahrungen der Referenten.

3 Kommentare zu W-Jax 09 – Unsere Folien

  1. Ja, die Präsentation “BPM und IT – Use Cases” stimmt 100%ig. Wir sehen auch bei größeren Unternehmen dieselben Use Cases.

    Zwei kleine Caveats würde ich aber anbringen:

    Warum alle Java IT Shops sich jetzt auf OpenSource ESBs/BPMS stürzen sollte, kommt aus den Folien alleine nicht zum Ausdruck. Wenn ich da an die fehlenden Funktionen zu BAM und SOA Governance im OSS Umfeld denke, ist das sicher gut zu überlegen.
    Außerdem: Haben sie überhaupt als Unternehmen die richtigen “Java Hacker”, die mit einem jBPM umgehen können – oder scheitert ihre IT nicht ohnehin schon, beim Apache PHP5 als Modul zu laden… (na gut, ich übertreibe etwas).

    Und die Gartner Folie zu den BPMS Anbietern ist über 2 Jahre alt – da gibt es einige Anbieter gar nicht mehr auf dem Markt – und andere haben sich natürlich deutlich verbessert (nicht zuletzt die Software AG ;-)

    MfG
    -cfs

  2. Hallo Hr. Strnadl,

    ich schätze mal Bernd wird noch reagieren, aber eine Spontan-Reaktion: Unsere Empfehlung für OSS-BPM-Plattformen wie jBoss jBPM gilt natürlich nur für Unternehmen, die entsprechende Ressourcen im Hause haben => Leute mit Java-Know-how. Wer das nicht hat, sollte natürlich Closed Source – Standard-Software einsetzen, gar keine Frage. Und es fehlt tatsächlich Einiges im OSS-Bereich, was Governance etc. angeht, auch das ist korrekt. Hier ist Ihr “Caveat” übrigens besondes berechtigt, denn wir wollen das ändern (http://www.camunda.com/software/open-source/), auch wenn wir natürlich die Kirche im Dorf lassen müssen, was die Vergleichbarkeit mit derart mächtigen Lösungen wie den SAG Stack o.ä. angeht, kein Thema.

    Zur Gartner Folie: Touché ;-)

    Beste Grüße

    Jakob Freund

  3. Hallo Herr Strnadl.

    Besser spät als nie auch noch eine Antwort! Letztendlich denke ich, habe ich einige Ihrer Anmerkungen auf der Tonspur im Vortrag beantwortet…

    Open Source ist – wie Sie richtig sagen – nur ein gangbarer Weg, wenn man entsprechendes Know-How im Haus hat. Dann ist es aber umso spannender, da die Menschen dann ja auch die Lösung behrrschen möchte, und nicht wie bei vielen Herstellern einfach abgehängt werden und keinerlei Einblick in die Software bekommen und API’s erst gar nicht, oder nur gegen Meckern oder Aufpreis bereitgestellt werden.

    Dem Open Source Stack fehlt viel Tooling. Keine Frage. In den grossen Projekten, die wir bisher begleitet haben, wurde dies meist im Projekt entwickelt. Letztendlich auch nicht geschenkt, aber auch nicht so viel teurer als die Lizenzen mancher Tools im grossen Rahmen (die ja meist auch noch angepasst werden müssen, nichts lebt auf der grünen Wiese). Also denke ich eher eine Philosophiefrage.

    Dadurch entwickeln sich aber die Open Source Vertreter auch weiter, und wir wollen eben – wie Jakob schon geschrieben hat – auch schauen, gewisse Komponenten dann für unsere Kunden wiederverwendbar zu machen.

    Zur Gartner-Folie: Auch hier war die Tonspur interessant, ich bin nicht auf Details eingegangen, sondern es war nur mein Bild für “Hersteller gibt es viele” ;-) Sorry, wenn gerade die Software AG dadurch etwas gelitten hat…

    Schöne Grüsse
    Bernd Rücker

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