BPMN via Slidecast – Ein Experiment
March 21 2009 by Jakob Freund · 3 Comments
Gestern war ich wieder mal auf einem Workshop der Berliner BPM-Offensive. Wir haben über BPMN – Best Practices gesprochen, und es war ein sehr spannender Abend. Es gab diverse Inputs, auch einen von mir (Thema: BPMN-Konventionen). Jetzt habe ich meine Folien publiziert, sie aber zusätzlich mit einer Audiospur ausgestattet, zur besseren Erläuterung. Wenn man sich diesen “Vortrag” zu Gemüte führen will, muss man im unten stehenden Bild auf “Play” klicken und etwas warten (Buffering). Wenn man die Folien im Vollbildmodus sehen will, kann man einfach auf das Leinwand-Symbol rechts unten klicken.
Über inhaltliches Feedback würde ich mich freuen, diesmal aber noch mehr über Feedback zum Format. Ist er hilfreich, dieser vertonte Foliensatz? Oder bringt das nichts? Funktioniert die Wiedergabe bei jedem Interessierten? Falls man damit was anfangen kann, könnte ich das zukünftig noch öfters machen. Feedback einfach als Kommentar oder direkt an jf@camunda.com. Vielen Dank


Gefällt mir sehr gut, obwohl ich eher der ungeduldige Typ bin, der gerne etwas zum Lesen hat, weil man da querlesen und direkt zu den interessanten Stellen springen kann. Bei mir gab es z. T. Probleme mit der Synchronisation zwischen Ton und Slides, weshalb ich den Cast zweimal geöffnet habe: Einmal für die Tonspur, und das andere Mal, um zu den Slides zu klicken.
Inhaltlich ebenfalls sehr interessant. Über die Frage, an welcher Stelle Orchestrierung und an welcher Choreographie verwendet werden soll, muss man sehr genau nachdenken. Durch den ganzen Nachrichtenaustausch – insbesondere wenn man ihn sehr exakt modelliert – werden Diagramme schnell ziemlich groß und der Blick auf den Gesamtprozess, den man ja vielleicht erstmal optimieren will, geht verloren. Das wäre mal ein interessantes Feature für ein Modellierungstool: Für die Gesamtsicht auf einen Prozess nutzt man Lanes und Sequence Flow, und wenn man die Details ansehen will, hat man die Möglichkeit, automatisch in eine andere Ansicht zu wechseln, in der die Lanes nun Pools geworden sind und Nachrichtenflüsse dargestellt werden.
Die Darstellung mit den Pools in einem augeklappten Subprozess gefällt mir nicht so gut – wenn mehrere Pools dargestellt werden, würde ich das lieber in ein separates Diagramm zeichnen. Zumal rein inhaltlich ja eigentlich nur der Teil des Subprozesses zur Verfeinerung gehört, der sich im eigenen Pool angezeigt wird. Der Teil beim Lieferanten ist ja dessen eigener Prozess. Auch das muss man sich überlegen und in Konventionen festhalten, ob man den Austausch mit Geschäftspartnern auf die gezeigte Weise in irgendwelchen Detailmodelle versteckt, oder ob man ihn nicht prinzipiell auf der obersten Ebene modellieren sollte. Evtl. kann man es dort machen, wo die Zusammenarbeit nicht strategisch ist.
2009-03-26 um 2.08 pm Uhr. Verfasst von Thomas AllweyerDanke fürs Feedback. Wir haben ganz oft den Fall dass wir denselben Prozess zweimal modellieren: Einmal als Orchestrierung (=> übersichtlich und kompakt), und dann nochmal als Choreographie (=> Schnittstellen werden klar). Warum? Weil der Auftraggeber nur grob verstehen will was der Prozess leistet, die Projektbeteiligten (fachlich UND technisch) aber eben die Schwachstellen, Möglichkeiten etc. analysieren müssen. Ja, das wäre (wieder mal) eine gute Möglichkeit für BPMN-Tool-Anbieter, sich zu differenzieren. Mal sehen, wann sie es merken
Pools im aufgeklappten Teilprozess: Ist sicher Geschmackssache, ich fand es erstmal spannend dass es geht. Und ich finde es wichtig zu verstehen, dass die Unterscheidung eingebettet / wiederverwendet völlig entkoppelt ist von der Unterschiedung aufgeklappt / eigenes Diagramm.
2009-03-27 um 9.55 am Uhr. Verfasst von Jakob FreundDie Präsentationsform hat mir sehr gut gefallen, vorallem da ich als Neuling auf dem Gebiet der BPM und BPMN, d.h. ohne konkrete Projekterfahrung, durch den unterliegenden Voicestream eben gerade mehr als bloß die Folientexte aufgenommen habe. Sicherlich trägt bei mir die Wahrnehmung einer echten, menschlichen Stimme auch zur Vermenschlichung eines doch im ersten Moment theoretischen Ansatzes bei. Dadurch gelingt es mir eher zu erkennen, wieviel Emotionalität und Spannung in solch einem Thema liegt. Danke dafür.
Bei meinen ersten Gehversuchen in der BPM-Welt, insbesondere bei meinen eigenen ersten Notationen in BPMN ist mir ebenfalls aufgefallen, wie wichtig Konventionen bei der Erstellung sind, da man ansonsten sofort einen wesentlich größeren Interpretationsspielraum eröffnet und somit die Verständlichkeit leidet.
Was mich ein wenig irritiert hat, war die Darstellung des Prozesses Vertrieb in einem Pool, da ich eigentlich nach der Einführung erwartet hatte, die einzelnen Prozesse in Anlehnung an die “harte” Realität in getrennten Pools modeliert zu sehen zu bekommen. Ich hatte nämlich bei meinen ersten Versuchen nämlich auch der Einfachheit halber immer nur mit einem Pool und mehreren Lanes modeliert und sofort Probleme bekommen, als ich anfing, mit mehreren Pools zu experimentieren. Daher fand ich die Anregung und insbesondere die Erklärung für die Verwendung mehrerer Pools gut und war dann enttäuscht, das im direkten Beispiel doch wieder nur mit einem Pool modeliert wurde.
Bitte in Zukunft ruhig mehr von solchen Vorträgen, der bei mir sehr gut angekommen ist und auch technisch einwandfrei funktioniert hat.
2009-05-11 um 2.34 pm Uhr. Verfasst von Frank Mündkemöller